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Klein Ilse: Diesen Heiligabend 1937 habe ich nie vergessen

Klein Ilse: Diesen Heiligabend 1937 habe ich nie vergessen

Ich bin Ilse, und es ist schon eine Weile her dieses Weihnachten von 1937, aber ich kann mich noch genau erinnern. Hier meine Weihnachtsgeschichte, die ich (leider) selbst erleben musste.

Ich war damals zehn Jahre. Am Heiligabend war ich wie alle Kindern nervös und vermutlich für meine Eltern unausstehlich. Zu gegebener Zeit wurde unsere Wohnstube zugesperrt, damit das Christkind in Ruhe den Weihnachtsbaum schmücken konnte, um dann anschließend unsere Geschenke darunter zu legen. Dieses Warten war fast nicht mehr auszuhalten. Ich ging auf und ab und dann schließlich zur verschlossenen Tür der Wohnstube. Gott sei Dank waren damals die Zimmertüren nicht so perfekt gefertigt, sodass ich durch einen kleinen Spalt das wichtigste für mich erkennen konnte: Ein Puppenhaus, das ich mir schon seit zwei Jahren wünschte. Ich war happy, aber die restliche Zeit des Wartens erschien mir jetzt noch länger zu dauern.

Endlich hörte man das zarte Glöckchen des Christkinds als Zeichen, dass alles fertig war. Sogleich stürmten meine Geschwister und vor die Wohnstuben-Türe, die dann kurze Zeit später von unserer Mutter aufgesperrt wurde. Dann drängelten wir hinein, sahen den wunderbar leuchtenden Weihnachtsbaum und ... wo war mein Puppenhaus? Ich hatte es doch deutlich gesehen! Wo war es denn? Ich war völlig außer mir.
Als mich dann meine Mutter fragte, was mit mir los sei, beichtete ich ihr, dass ich durch den Spalt mein Puppenhaus entdeckt habe – und jetzt ist es nicht da. Meine Mutter erklärte mir, dass ich doch ganz genau wissen müsse, dass man als Kind das Christkind nicht bei der Arbeit beobachten dürfe. Vermutlich habe es die Schummelei bemerkt und deshalb das Puppenhaus wieder mitgenommen, vielleicht sogar einem braveren Kind gegeben.

Geschenkt habe ich dann mein Puppenhaus erst zur nächsten Weihnacht, vergessen habe ich dieses Erlebnis zu Weihnachten 1937 mein ganzes Leben nicht. In der Zwischenzeit musste ich meine Weihnachtsgeschichte schon ein Dutzend mal meinen Enkelkindern erzählen, die Jahr für Jahr gespannt meiner Erzählung lauschten.

Sich an Weihnachten Geschenke zu machen ist besonders für die Kinder eine wunderbare Sache. Aber auch andere Traditionen wie das Schreiben von Weihnachtskarten an liebe Menschen ist seit Jahren gängige Praxis. Dabei findet der Versand von Grußkarten keineswegs nur im privaten Bereich statt. Firmen und Unternehmen halten trotz Wirtschaftskrise und widrigen Umständen daran fest, ihren Kunden und Partnerunternehmen traditionelle Weihnachtskarten aus Karton und mit der Briefpost zukommen zu lassen. Besonders beliebt ist es in den Chefetagen, durch eine integrierte Spende Gutes zu tun oder eine gute Sache zu unterstützen.